Workshops am Freitag 28.10.2016

Workshop 9

 

Öfter mal über Bande spielen … - Raumöffnende Konfliktlösungen im Sinne der Neuen Autorität

 

Ob als Eltern, Lehrer oder Pädagoge, überall dort, wo es um die Anerkennung als Autorität geht, laufen wir Gefahr, in Machtkämpfe zu geraten und uns ohnmächtig zu fühlen. „Mit dem Kopf durch die Wand wollen“ … „Dir werde ich es zeigen“ … „Augen zu und durch“ … Wer kennt es nicht, sich in konflikthaften Situationen zu verengen und mit Tunnelblick etwas lösen zu wollen. „Bloß nicht das Gesicht verlieren“ … und vor lauter Angst und Anspannung geht uns der Blick für das Ganze verloren: Für das Gegenüber, für sich selbst, seine Kollegen, seinen Partner, für den Kontext der Situation …

 

Wie beim Billard wollen wir in dem Workshop das Spiel mit der Bande erkunden: Sein Ziel indirekt verfolgen, Unterstützer gewinnen, Vermittler einbinden, das Geschehen entschleunigen, Angriffe kreativ kontern. So kann sich der Blick weiten, die Handlungsoptionen werden größer, das Finden von Lösungen wird leichter …

 

Referent

 

Frank Untiedt, Dipl. Sozialpädagoge, systemischer Therapeut und Elterncoach, Fortbildner, Referent und Berater mit dem Schwerpunkt „Neue Autorität und Jugendhilfe"

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Workshop 10

 

Neue Autorität bei gesellschaftlichen Konflikten

 

Harald Ebert und Stefan Lutz-Simon ergänzen und vertiefen im Workshop den Vortrag vom Vormittag und geben die Möglichkeit, individuelle Fragen zu klären. Das Würzburger Bündnis für Zivilcourage und der Ombudsrat der Stadt Würzburg nehmen einerseits Aufgaben im Spannungsfeld von öffentlicher Autorität und andererseits notwendiger diskriminierungsfreier und gewaltloser Ausgestaltung von Demokratie wahr. Sowohl das Bündnis, wie auch der Ombudsrat, sehen in Haltung und Methodik der Neuen Autorität zivilgesellschaftliche Chancen einen zukunftsfähigen öffentlichen Raum zu gestalten.

 

Referenten

 

Harald Ebert, Schulleiter der Don-Bosco-Berufsschule Würzburg. Er ist ein Sprecher des Würzburger Bündnisses für Zivilcourage und Sprecher des Ombudsrates der Stadt Würzburg.

 

Stefan Lutz-Simon, leitet die Jugendbildungsstätte Unterfranken. Er ist ein Sprecher des Würzburger Bündnisses für Zivilcourage.

 

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Workshop 11

 

Leadership und Neue Autorität

 

Dem Ansatz der Neuen Autorität liegt eine Haltung zugrunde, die Auswirkungen auf alle Lebensbereiche zeigt, so unter anderem auch auf Leitungsfunktionen und Teamarbeit. In diesem Workshop wird dahingehend der Bereich Leadership anhand von Übungssequenzen  näher beleuchtet.

 

Referentin

 

Henriette Dluzak-Boysen,

 

Diplom-Psychologin, systemische Therapeutin und Supervisorin SG, leitet seit 2008 eine Erziehungsberatungsstelle der Freien Hansestadt Hamburg und arbeitet seit 1998 in Freier Praxis; aktuell leitet sie in Freier Praxis das Centrum für persönliche Entwicklung - ARTS. Weiter war sie 16 Jahre in der Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Ochsenzoll tätig und arbeitete schwerpunktmäßig mit traumatisierten Menschen und Menschen mit Persönlichkeitsstörungen.

 

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Workshop 12

 

„Neue Autorität“ in der stationären Jugendhilfe - Wege aus der Ohnmacht: „Vom Ich zum Wir“

 

Über die Herausforderung (oder den Prozess), mit oft allein und im Schichtdienst arbeitenden Erziehungsverantwortlichen die Neue Autorität im stationären Kontext zu verankern.

 

Referentinnen

 

Luisa Schiefelbein, S & S gGmbH, family support, pädagogische Leitung, Staatlich anerkannte Soz.Päd./Arb., Traumaberaterin, Heilpraktiker für Psychotherapie i.A.

 

Martin Johns, Dipl.- Soz.-Päd., Systemischer Elterncoach für Neue Autorität, Suchtprä-ventionsmultiplikator, langjährige Erfahrung in Suchtprävention und –beratung für straffällige Jugendliche und Heranwachsende, regionaler Suchtpräventionskoordinator in Hamburg, Gruppen- und Einzelelterncoaching. Martin John hat stationäre Wohngruppe der S & S gGmbH, family support bei der Einführung der Neuen Autorität begleitet.

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Workshop 13

 

Arbeit mit traumatisierten Eltern

 

Peter Jakob zeigt auf wie Methoden des gewaltlosen Widerstands (GLW) zielgerichtet zur Traumabewaeltigung eingesetzt werden koennen.

 

Referent

 

Peter Jakob, Klinischer Psychologe und systemischer Familientherapeut. Nach langjähriger Erfahrung in der Erziehungsberatung und in der Kinder-und Jugendpsychiatrie leitet Dr. Jakob heute das Institut „PartnershipProjects“ in Brighton, Großbritanien, das Aus- und Fortbildung in Neuer Autorität (NVR) und Traumaarbeit, systemische Psychotherapie und Organisationsberatung anbietet. Die Einführung der Ideen von Haim Omer unter dem Begriff „Non Violent Resistance“ (NVR) ist in Großbritannien stark mit seinem Namen verbunden.

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Workshop 14

 

Präsenz und Deeskalation

 

„Ich habe meine Kinder antiautoritär erzogen, aber sie tun trotzdem nicht, was ich ihnen sage,“ macht sich Nina Hagen über die eigenen Ansprüche und die Wirklichkeit lustig. Während man also noch vor einigen Jahrzehnten willkürlich mit Autorität umging, um dann festzustellen, dass auch der antiautoritäre Erziehungsstil einen Mangel an Selbstbewusstsein bei Kindern erzeugt, sucht man heute nach der „neuen Autorität“. Hierbei spielt die Fähigkeit einen gewaltfreien Widerstand zu leisten eine entscheidende Rolle. In Schulen, in Familien und in der sozialen Arbeit ist man immer wieder mit Regelverletzungen und Grenzüberschreitungen konfrontiert. Die eigene körperliche oder emotionale Präsenz ist in diesen Momenten mindestens ebenso entscheidend, wie die Worte, die man sagt. Darüber hinaus sind Deeskalation und kontrolliertes aber wertschätzendes Konfrontieren entscheidende Elemente, um den üblichen Formen von Machtkämpfen und Eskalationsspiralen (Brüllduelle, Drohungen...) zu entgehen. Der Workshop vermittelt in praktischer Form ein Basiserleben dieser Elemente der neuen Autortät.

 

Referent

 

Ralf Bongartz, Studium des Verwaltungs-Rechts (Kriminalistik, Kriminologie und Psychologie) in Köln, 20-jährige Tätigkeit als Kriminalhauptkommissar bei der Polizei NRW (Sexualdelikte, Tötungsdelikte, Rechtsextremismus), 5-jährige Tätigkeit als Trainer beim Polizeifortbildungsinstitut Münster für die Bereiche Stress- und Konfliktbewältigung, Deeskalation und Posttraumatische Belastungen (PTSD), nebenberufliches Studium der klassischen Pantomime mit 13 Jahren Bühnenerfahrung, europaweit etwa 600 Auftritte mit dem "Odoroka-Mime-Theater" und Engagements an der Oper Bonn, Theaterpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (Anti-Gewalt-Trainings), 4-jähriges Studium der Feldenkraismethode (ganzheitliches Lernen und Bewusstheit) in Heidelberg, Seit 1995 Trainer für Konfliktmanagement und Körpersprache, Dozent an der FH Erfurt für Konfliktmanagement und Körpersprache, Autor des Buchs "Nutze Deine Angst", Fischer, 2013

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Workshop 15

 

Umgang mit Scham und Beschämung

 

Über die gewaltfreie Haltung, der wir uns alle nur zu gerne anschließen, gelangen wir schnell zur Frage: Was ist, wenn die Aggression ins Spiel kommt? Also ist die Auseinandersetzung mit Aggression eine wichtige Voraussetzung gewaltfreier Haltung. Dabei lässt sich Aggression auf der einen Seite als konstruktive und gute Energie beschreiben, aber natürlich gibt es sie auch in all ihren destruktiven und gewaltvollen Facetten. Mit meinem Workshop lade ich ein, destruktive Aggression als Schamabwehr zu betrachten und gleichzeitig einen Raum zu schaffen, über Scham ins Gespräch zu kommen. Immer, wenn das gelingt, ist destruktive Schamabwehr (z. B. durch Beschämung) nicht mehr nötig und wir kommen der Gewaltfreiheit wieder einen Schritt näher.

 

Referent

 

Tobias von der Recke, Dipl. Psych., approbierter Psychologischer Psychotherapeut, Systemischer Therapeut (DGSF), Systemischer Supervisor, Coach und Organisationsentwickler (DGSF), Lehrender für Systemische Beratung und Systemische Therapie, Klinische Hypnose (M.E.G.), Leiter des Münchner Instituts für Systemische Weiterbildung (misw) und Mitglied im Netzwerk Neue Autorität (NeNA)

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Workshop 16

 

Neue Autorität und Inklusion

 

Die inklusive Schule stellt Pädagoginnen und Pädagogen vor vielfältige und zum Teil neue Herausforderungen, die oftmals als große Belastung empfunden werden. Dazu kann die Arbeit in multiprofessionellen Teams ebenso gehören wie der Umgang mit herausforderndem Verhalten von Kindern und Jugendlichen. Der Ansatz der Neuen Autorität stärkt Pädagoginnen und Pädagogen im Umgang mit diesen Herausforderungen und bietet Möglichkeiten und Anregungen, um in den besonderen Situationen handlungsfähig zu bleiben.

 

Referentin

 

Ursula Reineke, Lehrerin an einer inklusiven Ganztagsschule, Beratungslehrerin, Systemischer Coach Neue Autorität