Nachrichten Archiv 2020

Anti-Gewalt-Trainer*innenausbildung

28.08.2020 11:39 von Götz Gödecke

Die neue Ausbildung zur/m Anti-Gewalt-Trainer*in beginnt am 7. September

Gerade in der Corona-Zeit ist die Aufgabe, angemessen mit Gewalt und gewaltbereiten Menschen umzugehen hochaktuell. Deshalb freuen wir uns, dass der neue Ausbildungskurs Ausbildung zur/m Anti-Gewalt-Trainer*in am 7. September beginnt. Der Kurs ist übrigens ausgebucht. Das freut uns um so mehr Lachend. Wer jetzt zu spät war, hat im Januar 2021 eine neue Chance...

Es geht wieder los

27.05.2020 09:36 von Götz Gödecke

Es geht wieder los nach der Corona-Pause! Echte Menschen in unseren Räumen statt Video-Fortbildungen! Wir freuen uns megamäßig. Entsprechend der Vorgaben haben wir ein Hygienekonzept erstellt, die Teilnehemr*innenanzahl reduziert, sorgen für Mindestabstand, regelmäßige Desinfektion und regelmäßiges Lüften.

Beim Betreten und Verlassen der Plätze bitten wir Sie einen Mundschutz zu tragen.

Seht Ihr eine Krise?

03.04.2020 15:48 von Götz Gödecke

 

Diese Woche bekamen wir eine Email von David Gilmore, unserem Referenten (nächster Workshop "Humor ist mein Ernst" am 12. & 13. Mai 2020), die uns ziemlich beeindruckt hat.

Wie geht ein Clown mit der Corona-Krise um? Wie ein Referent, der plötzlich keine Einnahmen mehr hat, weil alle Kurse abgesagt werden? Gibt es da noch was zu lachen? Ist da noch Platz für Humor? Oder sollte man den Humor lieber unter dem Bett verstauen und hoffen dass die Motten ihn nicht ganz aufgefressen haben, wenn wir ihn nach der Krise wieder hervorholen wollen? Hier der Text von David:

 

"Seht Ihr eine Krise?

 

Was macht eine Krise aus, frage ich mich?

Auf jeden Fall wenn ich in eine akute Notlage komme, die mich existentiell bedroht und es ist kein Ausweg in Sicht. Wenn ich aber in eine Notlage komme und Lösungsmöglichkeiten sehe, verliert eine Krise seine „Krisen-Haftigkeit". Sie bleibt akut. Ich kann aber handeln.

 

Was mich gerade betrifft, kann ich nicht arbeiten. Ein Hauptmerkmal meiner Arbeit ist der direkte Kontakt zu anderen Menschen und der Wunsch, sie zu sich und zueinander zu bringen; ist einen Ort zu schaffen, in dem sie gemeinsam sein können und darin ihre Gemeinsamkeiten sehen, ihre Lebensfreude zum Ausdruck bringen, gemeinsam lachen, gemeinsam spielen; einen Ort zu schaffen, in dem Spielraum entsteht.

 

Gerade das scheint jetzt, sehr vermindert, erschwert, unmöglich zu sein.

 

Was tun viele Menschen in einer Krise? Sie verstecken sich. Sie beklagen sich. Sie klagen an. Sie leugnen. Sie streiten darüber, ob dies wirklich eine Krise ist bzw. wer eigentlich dafür verantwortlich ist, dass wir eine Krise haben, die keine ist. Sie beweisen, dass die Verantwortlichen sowieso falsch damit umgehen, falsche Zahlen nennen, jedenfalls nicht die, die sie vermuten. Und es gibt manche, die die Situation als Herausforderung annehmen und manche, die sich der Not-Wendigkeit stellen.

 

Ich merke, wie die Diskussionen und Petitionen bei mir eher eine Beklommenheit hervorrufen. Ich habe den Eindruck, dass es vielen schwer fällt, sich solidarisch zu verhalten, weil sie anscheinend denken: "Ich bin nicht krank. Mich trifft es also nicht. Opfer wird es immer geben. Das sind die anderen. Warum sollte ich ein Opfer bringen, indem ich auf mein Einkommen und auf Geselligkeit verzichte?" Oder: Ihr Misstrauen gegenüber dem „Staat“ kommt zum Vorschein. Sie wollen selbst über alles entscheiden, weil sie niemand als sich selbst sonst trauen und verlieren durch Anordnungen für eine Allgemeinheit ihren persönlichen Spielraum.

 

Gerade mir ist meine Lebensgrundlage plötzlich „verschwunden“. Ich wüsste aber nicht, wer mein Gegner sein sollte, wem ich die Verantwortung geben müsste. Ich suche nach Ressourcen und finde Wege. Das ist für mich nichts Neues. Ich bereite schon mal die Möglichkeit vor, einen Teil meiner Arbeit, durch Videokonferenz, durch Auftritte im Internet zu verwirklichen, neue Angebote zu schaffen. Das hatte ich schon lange vor. Und... ich spreche mit der Bank.

 

Was also mache ich jetzt? Ich mache erst einmal „gar nichts“. Wir gehen einkaufen. Ich spiele Klavier, übe Oboe, schreibe an meinem Buch, mache mir Gedanken, beobachte das Leben, lasse mir Zeit - und wasche mir die Hände.

 

Ich habe immer wieder darüber nachgedacht, wie ich Pause machen könnte. Jetzt habe ich tatsächlich mindestens einen arbeitsfreien Monat, um mich um meine Gesundheit und um die meiner Familie zu kümmern und auch sonst sinnvoll den Raum zu nutzen. Pause machen ist ein wesentlicher Aspekt des Freiraums und der Selbstfürsorge, die wir alle brauchen. Manchmal braucht "der Humor", der mir so wichtig ist, erst einmal eine Konfrontation mit einer unumgänglichen Wahrheit. Ent-Täuschung ist also ein wichtiger "Bestandteil" von dem, was ich unter Humor verstehe. Genießt also erst einmal die Pause...."

 

Mehr über David Gilmore findet Ihr hier.

Solidarität – wann, wenn nicht jetzt?

23.03.2020 12:04 von Götz Gödecke

Was machen jetzt unsere Trainer und Referenten???????????????????????

Am Freitag haben wir Teilnehmer der neuen Ausbildung zur/m Fachpädagog*in für Konfliktkommunikation informiert, dass das erste Modul leider nicht stattfinden kann. Einen Absatz aus der Mail möchte ich hier zitieren: „Vielleicht haben Sie in Anbetracht der Krise auch überlegt, ob Sie von der Fortbildung zurücktreten. Wenn Sie darüber nachdenken, bitten wir Sie, folgendes dabei auch zu überlegen: In Gesprächen mit vielen unserer Referenten, die fast alle selbständig sind und ihren gesamten Lebensunterhalt durch Seminartätigkeit bestreiten, wurde schnell deutlich, wie gerade unsere Referenten ganz existenziell durch diese Krise getroffen und bedroht sind. Wir fühlen uns unseren Referenten in dieser Situation sehr verpflichtet und wollen sie damit nicht alleine lassen. Deshalb würden wir uns freuen, wenn Sie uns bei diesem Anliegen unterstützen und diese Gedanken in Ihre Überlegungen mit einbeziehen.“

 

Das ist eines der Themen, die mich in der letzten Zeit beschäftigen. Unsere kleine Akademie ist selbst durch diese Krise stark getroffen und gar nicht in der Lage, alle Ausfälle ausgleichen und doch gibt es Möglichkeiten, die wir haben. Und einiges haben wir auch schon umgesetzt.

 

Was wir immer machen können, ist, die Menschen zu sehen, die jetzt besonders durch die Krise, die Isolation und die Schließungen betroffen sind und ihnen zeigen: „Hey, ich hab´ Dich im Blick! Mir ist es wichtig, wie es Dir geht. Ich kann nicht alles lösen, aber vielleicht kann ich einen Teil beitragen.“

 

Das betrifft natürlich nicht nur unsere Referenten. Musiker, Schauspieler, Köche, Kellner, jobbende Student*innen, Obdachlose und viele, viele mehr, die dringend verlässliche Zeichen brauchen: „Wir lassen Euch nicht allein“, Zeichen, die auch noch gelten, wenn die Corona-Krise vorbei ist.

 

Mein Anliegen ist zurzeit, unsere Referenten zu unterstützen und ich bitte Sie darum, es wohlwollend aufzunehmen, wenn ich in nächster Zeit wieder darauf zurückkomme. Und ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn gerade in dieser Zeit in der wir uns zurückziehen und isolieren „müssen“ eine allgemeine Haltung wächst, dass wir mehr Anteil nehmen am Leben unserer Mitmenschen.

 

Corona: Stürmische Zeiten, Mauern und Windmühlen

21.03.2020 23:22 von Götz Gödecke

Wie Covid-19 uns in der letzten Woche erwischt hat

Corona hat uns richtig erwischt. In dieser Woche haben sich die Veränderungen überschlagen. Gerade dachten wir noch, die Schließungen und Verbote beträfen uns nicht. Aber dann wussten wir schon einen Tag später: Doch, wir sind auch betroffen. Alle öffentlichen und privaten Bildungsveranstaltungen sind bis zum 19. April verboten.

 

Auf einmal galt es, Veranstaltungen und Module von zusammenhängenden Fortbildungen abzusagen, ohne zu wissen: „Wie geht es eigentlich weiter?“

 

Grundlagen der Sozialpädagogik: das gesamte Modul 3 musste abgesagt werden. Traumapädagogik und Traumafachberatung: Modul 3 und 4 fallen aus. Das Modul 5 des Fachpädagogen für Konfliktkommunikation in Nordrhein-Westfalen fällt aus. Genauso wenig kann das Modul 1 des neuen Kurses des Fachpädagogen für Konfliktkommunikation in Itzehoe stattfinden.

 

Sie ahnen: wirtschaftlich klingt das nach Desaster. Andererseits: „Wenn der Wind der Veränderung weht bauen die einen Mauern und die anderen bauen Windmühlen. Wir sind dabei, uns Stück für Stück auf eine Zukunft einzustellen, von der im Moment keiner sagen kann, was wann wie kommt. Wie können Sie Ihre Fortbildung, die Sie bei uns begonnen haben, fortsetzen und zu Ende bringen? Gibt es kreative Alternativen? Für den Kurs „Grundlagen der Sozialpädagogik“ haben wir zum Beispiel das erste Mal eine Präsentation als Video aufgezeichnet und den Teilnehmer*innen zur Verfügung gestellt ...

 

Auch für die anderen Kurse und Workshops werden wir kreativ Lösungen entwickeln und Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden halten. Und natürlich schreiben wir alle angemeldeten Teilnehmer*innen auch direkt an.

berufsbegleitende Erzieher-Ausbildung für Quereinsteiger

30.01.2020 16:33 von Götz Gödecke

Wenn Sie  3 Jahre oder mindesten 1200 Stunden angeleitet in der Jugendhilfe gearbeitet haben und mindestens den mittleren Schulabschluss besitzen, bislang aber nicht als Fachkraft anerkannt sind, könnte unser Kurs Grundlagen der Sozialpädagogik für Sie interessant sein. In Zusammenarbeit mit dem Seminar am Michaelshof in Kirchheim/Teck, Baden-Württemberg, in anderthalb Jahren berufsbegleitend Erzieher mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe zu werden, mit einer staatlichen Anerkenneung, die der allgemeinen staatlichen Anerkennung für Erzieher vollkommen gleichgestellt ist.

Im Juli 2019 hat unser erster gemeinsamer Kurs dieses Ziel gerade sehr erfolgreich erreicht und jetzt befindet sich der zweite Kurs gerade auf der "Zielgeraden".

Und der neueste Kurs hat gerade begonnen. Wenn Sie flexibel sind und schnell zugreifen, haben Sie noch eine Chance, mit einzusteigen. Informieren Sie sich auf der Homepage oder rufen Sie uns an (+49 (4821) 4081832). Keine Angst vor dem Anrufbeantworter. Wir rufen zurück :-)