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Umgang mit destruktivem Verhalten

destruktives_Verhalten_04-22

29.04.2022

Ausstieg aus der Beziehungsfalle

 

Wer kennt ihn nicht, den Teufelskreis? Du engagierst dich, übernimmst Verantwortung und - zack –hängst Du am Haken.

 

Manchmal verstricken wir uns. Wir binden uns zu sehr und übernehmen zu viel Verantwortung. Wir verletzen unsere eigenen Bedürfnisse und können dann auch fachlich nicht mehr hilfreich sein.

 

Wenn dann die Kinder auch noch drohen, sich selbst zu verletzen, wird es ganz eng. Der Teufelskreis ist perfekt vorbereitet. Verführerisch winkt er uns zu und lockt: „Komm doch …“.

 

Im pädagogischen Alltag begegnen uns häufig Jugendliche mit Verhaltensweisen, die uns an unsere Grenzen führen: Beziehungsgestaltung über aggressives oder suizidales Verhalten, Selbstverletzung oder die Androhung oder auch destruktives Verweigerungs- oder Vermeidungsverhalten (Verweigerung von Essen, Aufstehen etc.).

 

Das führt bei pädagogischen Mitarbeiter*innen häufig zu einem massiven emotionalen Druck, Verantwortung für den/die Jugendliche*n übernehmen zu müssen. Möglicherweise führt das auch dazu, erpressbar zu werden, die eigenen Bedürfnisse nicht mehr wahrnehmen zu können, sich fachlich nicht mehr hilfreich zu fühlen, den eigenen Druck nicht mehr gut regulieren zu können und in der Beziehungsfalle zu landen – und in das pathologische Bindungssystem einzusteigen.

 

Die Jugendlichen sind ihren destruktiven Anteilen häufig hilflos ausgeliefert. Sie selbst können ihr eigenes Verhalten nur schwer verstehen und ihre Emotionen kaum regulieren. Sie sind dringend darauf angewiesen, dass Außenstehende in solchen Situationen für sie da sind, um gemeinsam mit ihnen ihren destruktiven Anteil zu begrenzen und besser kontrollierbar zu machen.

 

 

Inhalt:

 

Der Workshop sensibilisiert und informiert. Auf diese Weise hilft er, weniger in diesen Teufelskreis zu kommen und so besser Seite an Seite mit den Jugendlichen gegen die Destruktivität anzukämpfen. Das Verstehen dieser inneren Dynamiken hilft, mehr Sicherheit zu gewinnen. So wird die Möglichkeit eröffnet, auf der Metaebene eine Perspektive einzunehmen und mehr und mehr aus der dysfunktionalen Beziehungsdynamik auszusteigen, um wieder hilfreich sein zu können. 

 

Konkret wird die Entstehung der destruktiven Anteile im Rahmen von Entwicklungs- und Bindungstraumata beleuchtet, um die daraus resultierenden Verhaltensweisen erkennen, verstehen und ihnen begegnen zu können. Dazu gehören auch die interaktionellen Teufelskreise und Instrumente zu deren Analyse. Das wird gemeinsam anhand von Fallbeispielen erprobt und eingeübt.

 

Außerdem wird gemeinsam erarbeitet, was Mitarbeiter*innen brauchen, um sich sicherer zu fühlen und (eingebettet in das gesamte Helfersystem aus Einrichtungsleitung, Eltern, Jugendamt, KJPP etc.) der Herausforderung begegnen zu können.

 

 

Zielgruppe:

 

Mitarbeiter*innen der Jugendhilfe und anderer sozialer oder pädagogischer Berufe, die mit den beschriebenen Kindern und Jugendlichen zu tun haben. 

 

 

Methodik:

 

Der Workshop besteht aus Theorie und Praxis:

  • Input
  • Diskussion
  • Beispielhaftes Arbeit an Fällen der TN

 

 

 

 

Referentin  

Gino Riedel

     
Termine:  

29. Apr.. 2022

                          

 

9.00 Uhr – 16.30 Uhr

     
Preis:                 139,00 €
                         Im Preis sind Seminarunterlagen, Kaffee, kalte
                         Getränke, Obst und Gebäck enthalten.
     
Ort:                    VIA NOVA Akademie
    Schütterberg 19, 25524 Itzehoe

 

 

 

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