Veranstaltungen

Kommunikation in schwierigen Situationen (KisS)

KisS_6-19

13.06.2019 - 14.06.2019

Deeskalation, Verhandlung und Körpersprache

2-tägiger Praxisworkshop

 

 

Konflikte gehören zum Alltag, erst Recht in der Pädagogik; sei es in der Jugendhilfe oder der pädagogischen Arbeit mit Erwachsenen. Mit dem traditionellen Verständnis von Autorität kommen Pädagogen heute nicht mehr weit, um Konflikte zu lösen. Diese Erkenntnis hat sich inzwischen allgemein durchgesetzt. Trotzdem wirkt die alte Erwartung und es bleibt die Frage: „Was tun wir stattdessen?“

 

In der Praxis haben wir es heute immer öfter mit Verhaltensauffälligkeiten, Traumatisierungen, sogenannten Persönlichkeitsstörungen und all den „Graubereichen dazwischen“ zu tun. Konflikte bekommen dann eine andere Dynamik und können noch schneller schnell in den „heißen Bereich“ rutschen.

 

Der Anspruch auf Professionalität und „soziale Kompetenz“ an Pädagogen bekommt deshalb in diesem Zusammenhang noch einmal eine ganz neue Bedeutung.

 

Damit Konflikte sich aus Unkenntnis dieser Phänomene nicht unnötig verschärfen oder zu Machtkämpfen ausweiten, brauchen Pädagogen Präsenz und die Fähigkeit, sich selbst zu kontrollieren.  Es kommt nicht nur darauf an, was sie sagen, sondern auch wie sie es sagen und was sie körpersprachlich ausdrücken. Lösungsorientiert zu reagieren erfordert eine entsprechende Haltung. Die ist weniger davon abhängig, was Sie denken und sagen, als davon, was „dahinter“ steckt. In unserem Arbeitsalltag wird immer die Haltung wirksam, die uns die Menschen abnehmen, bzw. zuschreiben.

 

Im Workshop „Kommunikation in schwierigen Situationen“ geht es um das Zusammenwirken von Tun, Wissen, Haltung und Wirkung in schwierigen Situationen, höchst praktisch und erfahrungsorientiert und wenig theoretisch. Entsprechend basiert das Training  auf einer Vielzahl von Übungen und Rollenspielen, die von einfachen Herausforderungen bis hin zu konfrontativen Situationen und Krisen reichen.

 

Der bewährte Workshop „Kommunikation in schwierigen Situationen“ wurde überarbeitet und gestrafft, so dass mehr Raum für die praktischen Übungen bleibt.

 

 

 

Inhalte:

 

Tag 1: Deeskalative Kommunikation

Tag eins ist geprägt von einfachen Konflikten im unteren Streitmodus: es gibt „Nein-Spiele“ sowie den Umgang mit einfachen Provokationen und Widerständen.

  • Innere Haltung & Selbstkontrolle im Konflikt
  • Der Führungsstatus & die Körpersprache
  • Deeskalation
  • Widerstände
  • Kontrolliert eskalierende Beharrlichkeit
  • Wertschätzende Konfrontation
  • Exit Strategien: Sackgassen meistern

 

Tag 2: Gewaltfreie Widerstände & Krisenintervention

Tag zwei setzt den Ansatz vom ersten Tag fort. Der Druck steigt und die zugrundeliegenden Konflikte werden zunehmend „heißer“. Aggressive (Wut, „Kampfangebote“) und defensive (Ignorieren, Auflaufen lassen, rote Knöpfe drücken) „Spiele“ werden geprobt.

  • Formen des gewaltfreien Widerstandes nach Prof. Haim. Omer
  • Die „FBI-Treppe“ bei Selbst- und Fremdgefährdung
  • Lösungsorientiertes Aggressionsmanagement
  • Taktisches Vorgehen bei Aggressivität und Gewalt

 

Beide Tage sind praxisorientiert, mit hohem Übungs- und Rollenspielanteil. Die Rollenspiele gehen vom Einfachen zum Schwierigen. Im Fokus stehen Humor und Freude an der Herausforderung.

 

 

 

Referent:          Ralf Bongartz
     
Workshop:   13. und 14.06.2019
                           jeweils 9.00 – ca. 16.15 Uhr
     
Preis:                 300,00 €
                         Im Preis sind Seminarunterlagen, Kaffee, kalte
                         Getränke, Obst und Gebäck enthalten.
     
Ort:                    VIA NOVA Akademie
    Schütterberg 19, 25524 Itzehoe

 

 

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