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Wie kommt das Eckige ins Runde?

25.03.2015 - 26.03.2015

 

Grundlagen systemischen Arbeitens in der Jugendhilfe (Einführung)

  

Handlungsfähig trotz unerfüllbarer Aufgaben! Kids bewegen ohne Übergriff. Die „Quadratur des Kreises“ - oder: Das „Eckige ins Runde“.

  

Manchmal ist die Arbeit in der Jugendhilfe wie eine einzige Zwickmühle: das Kind (bzw. der oder die Jugendliche), Eltern, Jugendhilfe, Träger, Schule … Es gibt viele Systeme und Interessen, denen die Kinder, aber auch die MitarbeiterInnen gegenüberstehen. Viele Systeme, viele Ansprüche, viele Rollen.

  

Wie löse ich unter diesen Umständen Aufgaben, wenn die Ansprüche nicht zueinander passen? Was mache ich, wenn ich Kids in Bewegung bringen soll, die nicht wollen? Ohne übergriffig zu sein? Wie kann ich unter diesen Bedingungen eine Beziehung aufbauen? Wie kann ich das Kind (den/die Jugendliche) wirklich unterstützen? Kurz: Wie kommt das „Eckige ins Runde“

  

In der Jugendhilfe stolpert man immer wieder über das systemische Arbeiten. Es hat in der Jugendhilfe offensichtlich einen hohen Stellenwert. Nur: Wie kann eine ursprünglich psychotherapeutische Methode Ihre pädagogische Arbeit in der Jugendhilfe unterstützen?

  

Systemisches Arbeiten steht für Begleitung und Beratung ohne Ratschlag. Sie geht davon aus, dass die Schwierigkeiten, die Kinder, Jugendliche und deren Familien erleben, innerhalb ihres Lebenszusammenhanges entstehen, von diesem abhängig sind und auch nur dort gelöst werden können – eben mit Ihrer Unterstützung als Fachkraft.

  

Systemisch zu denken und handeln bedeutet, Ereignisse in den jeweiligen Kontext zu stellen und in diesem System zu bearbeiten, also auch schwierige Ereignisse, die sogenannten Probleme. Dazu stellt die Systemische Beratung grundlegende Methoden und Tools zur Verfügung: Fachkräfte geben „ihren“ Jugendlichen den roten Faden in die Hand. Mit dem roten Faden machen sie die Strukturen der „Welt des/r Jugendlichen“ und seine/ihre „Wirklichkeit“ und ihre Wirkung sichtbar und nutzbar. Auf diesem Weg erreichen Sie gemeinsam Ziele.

  

Kinder und Jugendliche werden auf diese Weise zu Experten in eigener Sache. Sie suchen gemeinsam nach grundlegenden Mustern, Veränderungsbedarfen und Lösungen in der jeweiligen Situation. Das verändert Ihre Rolle als Fachkraft, schärft Ihre Aufgabe und deren  Grenzen. So entsteht ein pädagogisches Profil mit Leichtigkeit und Humor und dem Wissen um die situative Schwierigkeit mancher Veränderungen. Und dennoch arbeiten Sie lösungsorientiert genau daran.

  

Inhalt:

  

Der Workshop ist praktisch ausgerichtet. Die Theorie wird ausreichend erläutert, steht aber nicht im Vordergrund. Immer wieder geht es zentral um die Frage: was bedeutet das konkret für Sie, in Ihrem Arbeitsfeld, in Ihrem Arbeitsalltag, mit Ihren Kids? Die Möglichkeiten, die das systemische Arbeiten bietet, werden konkret auf das Arbeitsfeld der Jugendhilfe übertragen und eingeübt. Neben alltagstauglichen Übungen und Methoden, gibt es Reflektion und Selbstreflektion. Bitte bringen Sie Ihre Praxisfälle und viel Experimentierfreude mit!

  

Schwerpunkte sind:

  • Grundlagen des systemischen Arbeitens in der Kinder- und Jugendhilfe
  • Systemische Grundhaltung von Fachkräften: Neutralität, Respekt vor der Sicht des Klienten, Verantwortung von Fachkräften und ihre Grenzen
  • Systemische Gesprächsformen: Hypothesenbildung, Informationsgewinnung, Formen des zirkulären Fragens
  • Methoden des Umdeutens, Metaphern und Rituale nutzen
  • Vom Problem zur Lösung - Probleme als Lösungsversuche verstehen.

  

Referent:          Dr. Heide Völtz
     
Workshop:   25. und 26. März 2015
                           jeweils 9.00 Uhr – ca. 17.00 Uhr
     
Preis:                 250,00 € inkl. MwSt.
                         Im Preis sind Seminarunterlagen, Kaffee, kalte
                         Getränke, Obst und Gebäck enthalten.
     
Ort:                    VIA NOVA Akademie
    Schütterberg 19, 25524 Itzehoe

 

 

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