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Mit solchen Eltern wäre ich auch in der Jugendhilfe gelandet…

09.06.2015 - 10.06.2015

  

Systemisches Handwerk im Umgang mit „herausfordernden“ Eltern: Vom Konflikt zur Kooperation

 

Wie sieht Ihr Alltag aus? Wie oft haben Sie schon gedacht: „Noch so ein Ding mit Herrn Lehmann und ich buddel´ mich bis nach Australien durch?“ Wie oft waren Sie schon in Machtkämpfen mit Müttern und Vätern verstrickt?! Und kennen Sie auch das Gefühl, dass Ihre Beratung und Rückmeldungen … eigentlich nicht so recht … erwünscht sind – auch, wenn Ihre Sicht ganz anders ist?

 

Dabei wissen wir alle: Als pädagogische Fachkräfte brauchen wir die Zusammenarbeit mit den Eltern, um erfolgreich mit den Kindern arbeiten zu können. Gegenseitige Anerkennung und Respekt sind Voraussetzungen für gelingende Kommunikation und Zusammenarbeit. Das fällt manchmal nur schwer: In manchen Situationen sind Eltern mindestens so herausfordernd wie ihre Kinder. Und bewusst oder unbewusst schleicht sich schnell Konkurrenz in dieses „Dreiecks-Verhältnis“ aus Fachkräften, Kindern/Jugendlichen und deren Eltern. Letztere fassen mitunter die Sorge der Pädagogen als Einmischung, als Kritik oder gar als Angriff auf. Und wie Sie das Verhalten erleben, mit dem die Eltern ihre Kränkungen und Sorgen ausdrücken, wissen Sie selbst am besten.

 

Was tun? Die Systemische Beratung bietet erfolgsversprechende Perspektiven und Herangehensweise an, herausfordernde Eltern einzubeziehen. Sie können nämlich die unterschiedlichen Sichtweisen nicht nur willkommen heißen, sondern auch aktiv nutzen. Kurzum: Das systemische Handwerk unterstützt Sie darin, schwierige Situationen mit mehr Gelassenheit zu meistern und gemeinsam mit den Eltern Maßnahmen abzustimmen und die nächsten Schritte zu gehen.

 

 

Inhalte

  • Klärung der eigenen Rolle und Haltung in Gesprächen mit herausfordernden Eltern: Reflexion des Auftrags als pädagogische Fachkraft und des (professionellen) Umgangs mit Nähe und Distanz zum Familiensystem
  • Reflexion eigener Verhaltensmuster in schwierigen Gesprächen: mögliche Stolperfallen erkennen und „Gelingensmomente“ vervielfältigen
  • Die Bedeutsamkeit der Elternperspektive: Hypothesenbildung zu Angst, Kontrolle, Fürsorge, Konkurrenz, Sorge hinsichtlich des Umbaus der Beziehung zum Kind etc. Reflexion der Hypothesen und Nutzen für die Gesprächsvorbereitung
  • Aspekte der sicheren Gesprächsführung kennenlernen und mit herausfordernden Eltern und anwenden können: lösungs- und ressourcenorientierte Kommunikation, Reframing herausfordernder Verhaltensweisen (= „neu rahmen“ ≈ andere, hilfreichere Bedeutung geben), zirkuläres Fragen … etc.
  • Entwicklung tragfähiger Vereinbarungen mit den Eltern zur Arbeitserleichterung


 

Methoden

 

Das Seminar besteht aus einem abwechslungsreichen Methoden-Mix aus theoretischen Inputs, Plenumsdiskussionen und Probierphasen in Einzel- und Kleingruppenarbeit mit Systembrett, Rollenlandkarten und Rollenspielen. Sie bekommen Handwerkszeug in Profi-Qualität und Praxisaufgaben für die Zeit danach, damit Sie, zurück am Arbeitsplatz, mit dem Gelernten auch etwas anfangen können. Dafür brauchen Sie (mindestens) ein Fallbeispiel aus ihrer Arbeitssituation. Bitte mitbringen!



 

 

Referentin:          Dr. Heide Voeltz
     
Workshop:   9. und 10. Juni 2015
                           jeweils 9 – 17 Uhr
     
Preis:                 250,00 € inkl. MwSt.
                         Im Preis sind Seminarunterlagen, Kaffee, kalte
                         Getränke, Obst und Gebäck enthalten.
     
Ort:                    VIA NOVA Akademie
    Schütterberg 19, 25524 Itzehoe

 

 

 

 

 

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