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Bestimmst Du noch oder beteiligst du schon?

19.02.2015 - 24.04.2015

Partizipation in stationären Jugendhilfeeinrichtungen

 

„Ja,  aber ...“, so fangen viele Gespräche mit Praktikern der Jugendhilfe an, wenn es um Partizipation geht. Der rechtliche Anspruch, den Kinder und Jugendliche durch das veränderte Bundeskinderschutzgesetz seit 2012 haben, ist anscheinend in der stationären Jugendhilfe noch nicht so ganz angekommen.

 

Es gibt viele Fragen: Was bedeutet Partizipation in der stationären Jugendhilfe genau? Wie verändert sich die pädagogische Arbeit, wenn Kinder und Jugendlichen Anspruch und Rechte auf Beteiligung haben, wenn die Beteiligung nicht mehr situativ und individuell „gewährt wird“? Kann man Kinder entscheiden lassen, die noch nicht ausreichend reif sind?

 

Das Landesjugendamt Schleswig-Holstein hat Mindeststandards zur Umsetzung der neuen rechtlichen Richtlinien herausgegeben. Daran sind  Erteilung und Erhaltung der Betriebserlaubnis gekoppelt. Einrichtungen müssen jetzt Konzepte vorhalten, die nachweisen, dass Partizipation methodisch und inhaltlich im Alltag implementiert ist und deutlich spürbar „gelebt“ wird.

 

Können Pädagogen Partizipation nachhaltig umsetzen und „leben“, wenn sie selbst Vorbehalte haben? Die Umsetzung der Partizipation steht und fällt mit ihrer, bzw. Ihrer Haltung. Vielleicht kommt es ja erst einmal darauf an, Partizipation kennen zu lernen und mit der Idee vertrauter zu werden: Es gibt einen Handwerkskoffer, Partizipation anzuwenden. Der Gebrauch der Werkzeuge ist relativ einfach zu erlernen.

 

Aus der Praxis gibt es genug Beispiele: Wenn Jugendliche ehrlich  beteiligt werden, kommt es zu Ergebnissen, die verblüffen: Die Kids sind begeistert und machen –ernsthaft–  mit! Partizipation unterstützt Sie darin, Kinder zu begleiten, Subjekte des eigenen Lebens zu werden. – Ist nicht genau das das eigentliche, tiefere Motiv, weshalb wir Pädagogen sind?

 

Es gibt Vorbehalte, Unsicherheit und Nichtwissen – also mit anderen Worten: Es gibt was zu lernen. Packen wir es an!

 

Aufbau, Ziel und Inhalt

 

Der Workshop richtet sich an MitarbeiterInnen der stationären Jugendhilfe. Die ersten drei Tage dienen dazu, Wissen und Methodik zu lernen, um selbst partizipative Projekte in der stationären Jugendhilfe umsetzen zu können. Dabei geht es auch um Haltung und Einstellung. Das große Thema „Partizipation“ wird anhand der Methode „Beteiligungsprojekte mit Kindern und Jugendlichen“ praktisch vermittelt.

 

Während  einer Pause von ca. 1,5 Monaten sammeln die TeilnehmerInnen Erfahrungen und beginnen, partizipative Projekte konkret umzusetzen. Der anschließende letzte Schulungstag dient dem „Feintuning“: Schwierigkeiten werden gelöst und Fragen, die bei der praktischen Anwendung entstehen, werden diskutiert und geklärt.

  

Zentralen Fragen sind zum Beispiel:

  • Was bedeutet Partizipation in der stationären Jugendhilfe genau? Woran erkennt man qualitativ wertvolle Partizipation?
  • Welche Methoden gibt es? Welche sind in der stationären Jugendhilfe sinnvoll?
  • Wie implementiere ich ein Partizipationskonzept nachhaltig?
  • Wie gewinne ich Kollegen, die dem Thema negativ gegenüber stehen?
  • Was macht eine partizipative Haltung aus?
  • Wie gehe ich mit den besonderen Problematiken in der Jugendhilfe in Bezug auf Partizipation um?

 

 

Referent:          Jana Heckert
     
Workshop:   19./20.2.2015,  6.3.2015 + 24.4.2015
                           jeweils 9.00 – ca. 17.00 Uhr
     
Preis:                 500,00 € inkl. MwSt.
                         Im Preis sind Seminarunterlagen, Kaffee, kalte
                         Getränke, Obst und Gebäck enthalten.
     
Ort:                    VIA NOVA Akademie
    Schütterberg 19, 25524 Itzehoe

 

 

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